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Filmplakat von Nina und das Geheimnis des Igels

Nina und das Geheimnis des Igels

82 min | Zeichentrick | FSK 6
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Nina ist zehn Jahre alt und hört seit jeher die Gutenachtgeschichten ihres Vaters, die von einem kleinen Igel handeln, der die Welt entdeckt. Doch seit die Fabrik, in der Ninas Vater gearbeitet hat, geschlossen wurde, gibt es keine Geschichten mehr und Ninas Welt steht Kopf. Ihr Vater hat sich verändert und auch die Ferien müssen sie jetzt zu Hause verbringen. Doch da macht das Gerücht die Runde, dass der verhaftete Manager der Fabrik die Buchhaltung manipuliert, Geld gestohlen und versteckt hat. Wenn sie dieses Geld finden, könnten sie alle Probleme lösen. Also machen sich die selbsternannten Hobbydetektive Nina, ihr bester Freund Mehdi und der kleine Igel auf die abenteuerliche Suche nach dem Schatz.
Erwachsene und junge Menschen werden in "Nina und das Geheimnis des Igels" gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. Der wunderbar charmante und großartig animierte Film ist großes Kino!

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Traumpalast Schwäbisch Gmünd
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73525 Schwäbisch Gmünd
Lichtburg Filmpalast Oberhausen
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Hackesche Höfe Kino Berlin
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Filmkritik

Mit seinem einfachen, flächig gehaltenen Look hebt „Nina und das Geheimnis des Igels“ sich kaum von vielen Fernsehserien ab, die in einem ähnlichen 3D-Stil animiert wurden. Und doch besitzt der Film etwas sehr Besonderes. Das Tondesign schafft von Anfang an eine umwerfende Atmosphäre. Bienensummen ist zu hören, am Boden raschelt ein Tier durch die Blätter. Der natürlichen Umwelt kommt in „Nina und das Geheimnis des Igels“ eine große Bedeutung zu. Auch die meisten Menschen werden mit großer Sympathie gezeichnet. Etwa jener Mann, der eines Tages einen Igel inmitten einer im Wald gelegenen Fabrik entdeckt und sich über das putzige Tierchen freut; schließlich aber setzt er es wieder in der Wildnis aus. Eine Begegnung mit Folgen. Denn fortan erzählt Vincent seiner Tochter Nina Geschichten von einem Igel und wie dieser die Herausforderungen seines Alltags meistert.

Ein Igel im Massagesalon? Eine stachelige Angelegenheit für manch einen Besucher. Ein Igel in einer Werkstatt? Trotz bester Absichten nicht der beste Mitarbeiter für einen Reifenwechsel. Diese Igel-Figur, die auch eine Hommage an die frühe Micky Maus ist und deren Abenteuer als kurze Episoden im Stil jener Stummfilme in Schwarz-weiß und mit Bildflackern inszeniert werden, begleitet Nina und ihren Vater über die Jahre hinweg. Und als der Vater irgendwann keine Geschichte mehr erzählt, weil er zu viele Sorgen hat, macht sich der Igel in Ninas Fantasie selbstständig. Er steigt aus Bildern heraus in ihre Welt und steht ihr zur Seite.

Ein überaus charmanter Film

„Nina und das Geheimnis des Igels“ ist ein durch und durch charmanter Film, der immer wieder zu überraschen weiß und durch seine Bildeinfälle wie auch seine Figuren und seine Geschichte für sich einnimmt. Stets aufs Neue durchbricht er die scheinbar konventionelle Form und macht aus bekannten Versatzstücken etwas ganz Eigenes. Eine Krimi-Handlung stellt dabei den Rahmen herkömmlicher Kinderfilme dar. Eines Tages wird die Fabrik im Wald geschlossen. Ninas Vater und auch der Vater ihres besten Freundes Mehdi verlieren ihre Arbeit. Als sich das Gerücht verbreitet, dass der mittlerweile im Gefängnis sitzende Fabrikbesitzer Geld unterschlagen habe, folgert Nina, dass dieses sich noch in der Fabrik befinden müsse. Damit könnte Nina die finanzielle Schieflage in ihrer Familie abfedern. Also heckt sie gemeinsam mit Mehdi einen Plan aus, um in die Fabrik einzubrechen, die nur von einem ehemaligen Arbeiter und dessen Hund bewacht wird.

Über diesen spannenden Plot hinaus, der den Mut und die Klugheit der Kinder feiert, lebt der Film von seinen Nebenschauplätzen. Liebevoll zeichnet er insbesondere die Beziehung zwischen Nina und ihrem Vater, der ihr jeden Abend eine Geschichte erzählt und fest daran glaubt, dass man nie zu alt ist, um Geschichten zu hören. Fantasie spielt generell eine wichtige Rolle in „Nina und das Geheimnis des Igels“. Mal taucht der Igel als stummer Unterstützer auf und weist Nina den Weg, mal spielt Nina mit Mehdi den Einbruch in die Fabrik gedanklich durch, mal erzählt der Film kleine oder größere Träume.

Trotz aller Rückschläge nicht aufgeben

Trotzdem kommt der Sozialrealismus nicht zu kurz. Als die Fabrik geschlossen wird, protestieren zunächst die Arbeiter. Der Jobverlust wird für Ninas Eltern zu einem ernsthaften Problem; der Vater sieht sich irgendwann sogar gezwungen, für eine neue Stelle vorübergehend an einen anderen Ort zu ziehen. Doch trotz aller Rückschläge geben die Figuren nicht auf, und auch der Film bewahrt sich einen großen Optimismus. Wer hinfällt, steht wieder auf – so wie der Igel. Elegant bindet der Film sehr reale Probleme in die Handlung ein, ohne diese allzu sehr zu vereinfachen oder gar alle aufzulösen.

Sogar für eine kleine Liebesgeschichte ist noch Raum. Nina und Mehdi kennen sich seit frühester Kindheit, sie sind ein Herz und eine Seele. Bilder des jeweils anderen in den Kinderzimmern verweisen schon darauf, dass die Gefühle füreinander vielleicht sogar schon mehr sind als die einer guten Freundschaft. Auch damit geht der Film humorvoll um.

Das große Glück der Natur

Den Regisseuren Alain Gagnol und Jean-Loup Felicioli gelingt es auf wunderbare Weise, unterschiedliche Themen, Stile und Genrebezüge zu einer stimmigen Geschichte zu verweben und dabei die Sicht der Kinder nicht aus den Augen zu verlieren. Damit steht der Film ein bisschen „Mein Nachbar Totoro“ nahe, auf den ein Plakat im Zimmer von Mehdis älterem Bruder verweist; auch dies ein Film über die Kraft der Fantasie, die Zuversicht und das große Glück, draußen in der Natur zu spielen und große Abenteuer zu erleben.

Erschienen auf filmdienst.deNina und das Geheimnis des IgelsVon: Stefan Stiletto (11.3.2025)
Vorsicht Spoiler-Alarm!Diese Filmkritik könnte Hinweise auf wichtige Handlungselemente enthalten.
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