Kekse und Popcorn für ein großartiges Kinoerlebnis

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Filmplakat von Familie Faultier - Kochen auf der Überholspur

Familie Faultier - Kochen auf der Überholspur

84 min | Animation, Familie | FSK 6
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Nachdem ein heftiger Sturm ihr Heimatdorf verwüstet hat, stehen das flinke Faultiermädchen Laura und ihre Familie vor einer großen Herausforderung: Sie müssen ein neues Zuhause finden. Mit ihrem alten, klapprigen Food-Truck wagen sie sich in die Großstadt, um sich ein neues Leben aufzubauen – und tatsächlich wird ihr kleiner Imbiss durch ihre einzigartigen Kochkünste schon bald ein voller Erfolg. Doch nicht alle freuen sich darüber: Die Gepardin Dotti Pace, deren Fast-Food-Imperium in einer Krise steckt, sieht in den Faultieren eine große Bedrohung und versucht mit allen Mitteln, ihre Rivalen loszuwerden. Kann sich die Familie Faultier gegen die gerissene Gepardin durchsetzen?
  • RegieTania Vincent
  • ProduktionsländerAustralien
  • Produktionsjahr2024
  • Dauer84 Minuten
  • GenreAnimationFamilie
  • AltersfreigabeFSK 6

Vorstellungen

Das Lumen Filmtheater Düren
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Fritz-Erler-Straße 21
52349 Düren
Das Lumen Filmtheater Solingen
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42651 Solingen
HALL OF FAME Kamp-Lintfort
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Filmkritik

Schon „Zoomania“ hat aus dem Umstand, dass Faultiere als seeehr langsame Zeitgenossen gelten, ihre Langsamkeit aber nicht als Trägheit missverstanden werden sollte, einen echt cleveren Witz gemacht. „Familie Faultier – Kochen auf der Überholspur“ suggeriert den vermeintlichen Gegensatz nun schon im deutschen Verleihtitel. Denn das Faultiermädchen Laura mag es gerne schnell. Vor allem geht ihr die Trägheit ihrer Eltern auf die Nerven. In ihren Träumen sieht sie ihre Familie Abenteuer à la „Indiana Jones“ erleben. In der Realität aber betreiben sie nur ein kleines Restaurant in Südamerika, in dem aus dem seit Generationen weitervererbten Kochbuch gekocht wird. Die Freunde aus dem Ort kommen dennoch gerne vorbei.

Dann aber zerstört ein Sturm das Restaurant und das Dorf. Der Familie verbleibt nur die Möglichkeit, einen alten Bus zum Food-Truck umzubauen und ihr Glück in der Stadt zu suchen. Dort aber betreibt Lauras großes Idol, die Gepardin Dotti Pace, eine Kette mit Fast-Food-Lokalen.

Season the Moment

Es geschieht dann noch so einiges in diesem Film, in dem nichts so richtig geradeaus erzählt wird, eher ausgreifend, weit ausholend, mit vielen Details und der ein oder anderen Schleife. Es gibt nicht Slow Food wie bei den Eltern, sondern eher Fast Food à la Dotti Pace. Wobei das durchaus nicht ausschließt, sehr fein mit Gewürzen dafür zu sorgen, dass sich alles zu einem gloriosen Gesamtgeschmack verbindet: „Season the moment“ nennt der Film das in seinen letzten Sequenzen.

Fülle bietet „Familie Faultier“ dabei durchaus an. Das australische Regie-Duo Tania Vincent und Ricard Cussó organisiert eine flotte Reise von einer Familienkomödie über ein Coming-of-Age-Drama hin zu einem Heist-Movie und schließlich sogar zum Horrorfilm. Das macht über weite Strecken Spaß, ohne so richtig zu begeistern, vor allem, weil das letzte Drittel in lauter Konventionen steckenbleibt.

Denn eine geheimnisvolle Energiespender-Ingredienz, die Dotti ihren Burgern zufügt, zeitigt ungeahnte Nebenwirkungen. Die Belegschaft ihrer Firmenzentrale wandelt sich dadurch zu wahnhaften Gestalten mit sehr kleinen Pupillen, die alle anderen mit Fast Food füttern wollen. Sie sehen dabei nicht von ungefähr wie eine Horde Zombies aus, was für jüngere oder empfindsamere Kinder durchaus beängstigend wirken kann.

Die Klaviatur des Visuellen

Anfangs folgt die Animation noch weitgehend dem Stil, den man von Pixar und aus europäischen Animationsstudios kennt. Niedlich anthropomorphisierte Tiere mit viel Fell und große Augen werden um ein paar kreative Schlenker und Eigenheiten ergänzt. Wenn es dann aber aufs Finale zugeht, wird es grotesker und mutiger; dass die Regisseure die visuelle Klaviatur mit vielen Oktaven beherrschen, haben sie schon in „Arkie und die Stadt des Lichts“ unter Beweis gestellt.

Dazu gehören auch kluge Anspielungen auf andere Filme, etwa den Ausruf aus „Braveheart“: „Sie mögen zwar uns unsere Tacos nehmen, aber niemals nehmen sie uns unsere Freiheit!“

Insgesamt will „Familie Faultier“ etwas zu viel – es gibt auch noch einen Seitenstrang um Vergesslichkeit und Demenz – und verbindet seine Elemente vielleicht nicht zu der allergelungensten Speise. Allerdings findet man viele charmante Gedanken, nicht zuletzt die Idee, den Kampf gegen Fast Food konsequent als Horrorshow zu inszenieren. Immerhin wird so die gute Botschaft verstanden: Slow Food rettet die Welt! Das ist wörtlich zu verstehen.

Erschienen auf filmdienst.deFamilie Faultier - Kochen auf der ÜberholspurVon: Rochus Wolff (25.2.2025)
Vorsicht Spoiler-Alarm!Diese Filmkritik könnte Hinweise auf wichtige Handlungselemente enthalten.
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